Boeing 787 „Dreamliner“

 

Am 26. April 2004 wurde, mit der ersten offiziellen Bestellung des japanischen Lufthansa Star Alliance Partners All Nippon Airways (ANA) über 50 Stück zum Kaufpreis von sechs Milliarden Dollar, der Programmstart im Hause Boeing in Seattle durch den Chef der Zivilflugsparte Alan Mullaly bekannt gegeben.

Genaueres über den ANA Deal wurde leider nicht bekannt gegeben. Rechnerisch ergibt sich ein Stückpreis von ca. 100 Mio. Euro. Da jedoch davon auszugehen ist, das es sich um einen Flottenmix aus den folgenden drei, von Boeing angebotenen, Varianten handelt, kann man diesen Preis nicht  exakt fixieren. Weitere Kunden siehe Grafik unten.

Langstrecken Midsize Jet

Geschwindigkeit : Mach 0,85

Passagiere: 217

1.Class/Business Class/Economy Class

Reichweite : max 15.400 km.

Preis: identisch mit der 767-300 ER

gestreckter Langstrecken Jet

Geschwindigkeit : Mach 0,85

Passagiere: 280

1.Class/Business Class/Economy Class

Reichweite : max 14.000 km.

Preis : identisch mit 767-400 ER

Mittelstrecken Jet (ANA)

Geschwindigkeit : Mach 0,85

Passagiere: 287

Economy Class

Reichweite : max 6.500 km.

Preis : identisch mit 767-300 ER

 

Was zeichnet die 787 aus ?

Die 787 wurde nach den neuesten technischen und aerodynamischen Standards entwickelt. Der Flugzeugrumpf besteht zum größten Teil aus dem derzeit modernsten und teuersten Werkstoff  Glare  Die Elektrik arbeitet mit gewichtsparender Bustechnik, wird aber, im Gegensatz zu Airbus, trotz Fly by Wire Technologie mit herkömmlichen Holmen anstatt mit Joysticks geflogen. Das Cockpit orientiert sich an der größeren Schwester 777.

Auch die Triebwerke sind sparsamer, leichter, leiser und wartungsfreundlicher als die bisherigen Triebwerke an den Airbus, Boeing oder Ilyushin . Boeing überlässt die Entscheidung für die Auswahl zwischen RR Trent 1000 und GE GENX Triebwerken den Fluggesellschaften.

Erstmalig sind im Übrigen an einem modernen Verkehrsflugzeug beide Triebwerksgondeln an einer einheitlichen Aufhängung am Flügel anzubringen, was die Triebwerke jederzeit untereinander austauschbar macht, und somit für die Fluggesellschaften variabler und günstiger.

Weiterer Punkt in der Gewichtseinsparung ist das neuartige externe Zapfluftsystem, welches die Athemluft für die Passagiere nicht mehr über die Triebwerke, sondern über Zuluftöfnungen am Rumpf ansaugt. Dies Verringert nicht nur das Gewicht, sondern auch die Austauschzeit für ein Triebwerk. 

Laut Boeing soll Ihr Modell um 20 % günstiger zu betreiben sein als das derzeit kostengünstigste Wettbewerbsprodukt (A330-200) es sei zudem moderner eingerichtet und kann in der Langstreckenversion bis zu 4000 KM weiter fliegen.

 

Die 787 soll neben den Boeing 757 und 767 auch die Airbus A300 und A310 sowie die IL 86 beerben, von denen zum Zeitpunkt der Indienststellung über tausend Maschinen das kritische Dienstalter von über 20 Jahren erreicht haben. Aus diesem Grund wird die Kurz- und Mittelstreckenversion auch mit Winglets ausgestattet, um in die bisherigen, kompakteren Parkpositionen der Airbus Modelle zu passen, was mit den bisher angedachten Blended Wingtips nicht möglich gewesen wäre.

 

Ist das Modell 787 für Langstrecken einfach zu klein ?

Die Frage die sich die Fluggesellschaften stellen müssen ist klar – bezahlen Heute noch einfache Leute 500,- Euro mehr für ein Tourist Class Ticket nach Australien nur um zwei oder drei Stunden schneller zu sein ? Gibt es überhaupt genügend Slots auf den Flughäfen und – ist der Luftraum über den Metropolen nicht sowieso schon überfüllt ? Hat Airbus mit dem A380 und der flexiblen A330/340/350 Serie, doch das bessere Konzept für die Zukunft ?

Wenn ja - dann nix wie ran an die 747-500 !!!

 

Bestellungen Stand 10. August 2005 : 257 Stück an 21 Fluggesellschaften aus Asien, Amerika, Europa und Afrika !

 

 

 

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