Die  L U F T H A N S A Story

Geschichte : In den Pioniertagen der Luftfahrt gründeten am 6. Januar 1926 die Deutsche Aero Lloyd und Junkers Luftverkehr in Hamburg die Deutsche Luft Hansa als Aktiengesellschaft. Das Firmenlogo, 1919 von der Deutschen Luftreederei eingeführt, wird vom DAL eingebracht, die Hausfarben Gelb und Blau von Junkers. Der Liniendienst beginnt am 6. April 1926, für den zunächst 162 Flugzeuge 18 verschiedener Bauarten zur Verfügung stehen.

Das Flugzeug des Ersfluges ist ein Fokker-Grulich Hochdecker (Photo links). Die Route führt von Berlin über Halle, Erfurt und Stuttgart nach Zürich. Herausragendes Ereignis des Jahres ist eine Flugexpedition nach China.

1933 wird der lange Name auf das heutige LUFTHANSA verkürzt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Fluggesellschaft, die maßgeblich an der Gründung verschiedener anderer Gesellschaften wie der spanischen IBERIA , der brasilianischen Aero Condor oder der chinesischen Eurasia beteiligt ist, eine der größten Fluggesellschaften der Welt. Die größte Ausdehnung der alten Lufthansa erreicht sie, inzwischen mehrheitlich staatlich, im Jahr 1939, mit Linienflugstrecken nach Südamerika und Fernost. Diese Strecken wurden mit den damals technisch überlegenen Junkers Tiefdeckern wie den legendären G 38 und JU 52  geflogen. Mit dem Kriegsausbruch begann auch der Niedergang der ersten Lufthansa, die im übrigen erst 1965 offiziell aus dem Berliner Handelsregister gestrichen wurde. Im Jahr 1951 ruft die Regierung Adenauer einen Ausschuß zur Neubelebung der deutschen Luftfahrt zusammen aus der 1953 die Luftag entsteht. Diese wird 1954 in den Traditionsnamen Lufthansa umbenannt. Pünktlich mit der Genehmigung der Alliierten am 1. April 1955 startet die „neue Lufthansa“ mit vier Convair CV 340 seinen Flugdienst mit zwei zeitgleich gestarteten Flügen Hamburg – München / München –Hamburg.

Im Laufe des Jahres kommen die Langstreckenflugzeuge Lockheed Super Constellation, hauptsächlich für Transatlantikdienste, hinzu.

1960 beginnt bei der Lufthansa als einem der Erstbesteller  mit der Boeing 707 das Jetzeitalter. Dieses Muster ersetzt die deutlich langsamere „Connie“ auf den Langstrecken. Die Flugzeit nach New York verkürzte sich hiermit um die Hälfte bei ruhigerem Flug und besserem Komfort. Die Ära der Jets begann. Das letzte Propeller Fluggerät verließ allerdings erst 1971 die Flotte. Lufthansa war seit der 707 Einführung immer bei Boeing Neuentwicklungen als Erstkunde an der Gestaltung beteiligt. Vor allem die 737 ging auf Anforderungen der Lufthansa bei Boeing in Produktion. Neben der 727 Mitte der 60er für die Mittelstrecken wurde 1970 der Jumbo 747 in den Liniendienst auf Langstrecken eingesetzt.

Erst die, auf politischen Druck vor allem von Franz Josef Strauss, erzwungene Bestellung des Airbus A 300 B4 brach die Vormachtstellung Boeings bei der Lufthansa. Die Flotteneinführung des Airbus, vor allem auf Mittelstrecken, erwies sich in Nachhinein als absoluter Glücksgriff, reduzierte es die Kosten gegenüber der bisher eingesetzten 707 doch um einiges. Vor allem die Reduzierung der Cockpit Crew auf Pilot und Copilot, und der größen mäßigen Platzierung zwischen 707 und 747 brachte der Lufthansa neue Möglichkeiten und ungeahnte Profite ein.

Trotz des starken Engagements bei Airbus wurde auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Hause Boeing Wert gelegt. So war man auch bei der Modernisierung der 737 (300/400) und des Jumbos 747 (400) Erstbesteller, Systempartner sowie Wartungsstützpunkt für Zentraleuropa und ist dies auch noch bis Heute.

 

Der Konzern Heute

Die Lufthansa AG besteht Heute aus verschiedenen Geschäftsbereichen. Den reinen Flugbetrieb mit der Lufthansa Flug sowie die Lufthansa City Jet, der Maintanance (Wartungsabteilung) , der LSG Sky Chef für das weltweite Catering, der Frachtabteilung sowie der Verwaltung mit Internethandling, Ticketbuchung, Marketing etc. . Darüber hinaus hält man Mehrheitsbeteiligungen an dem Tourismuskonzern Thomas Cook oder der Sun Express mit Turkish Airlines. International arbeitet man mit 16 Fluggesellschaften in der Star Alliance zusammen. Derzeit beschäftigt die LH Gruppe über 92.000 Mitarbeiter bei einem Umsatz von knapp 18 MRD Euro (2005) Es wurden 51,3 Mio Passagiere bei einer durchschnittlichen Auslastung von 75 % befördert. 

Die Lufthansa Flotte, ohne Regionalfluggesellschaften, besteht aktuell ausschließlich aus Airbus und Boeing Modellen. Die angesprochenen Tochter- , sowie Regionalflug Partnergesellschaften fliegen derzeit noch mit einem bunten Flottenmix aus ATR, Avro, Bombardier sowie Embraer Flugzeugen; zum Teil Jets zum Teil moderne Propellermaschinen. Der Star in der LH Flotte sind unbestritten die neuen A340-600. Sie sind effektiver, leiser, komfortabler und fliegen 2060 KM weiter als die 747-400. Sie werden daher hauptsächlich auf den Ultralangstrecken, z.B. nach Buenos Aires, eingesetzt.

Hier die aktuelle LH und LH City Jet Flotte Stand 4.10.2006 : (Achtung, klicken Sie mit dem Cursor auf die Grafik, wechseln Sie zur LH Homepage)


Boeing 747-400
Anzahl 30
Sitzplätze 390
Reichweite* 12.200 km /die Älteste ist die Berlin von 1989


Airbus A 340-600
Anzahl 10 + 7 bestellt
Sitzplätze 345
Reichweite* 14.260 km ab BJ 2003

Es wurden 15 A380-800 bestellt !

 


Airbus A 340-300
Anzahl 28
Sitzplätze 247
Reichweite* 11.500 km/die Älteste ist die Oldenburg von 1993


Boeing 767-300ER
Anzahl: Fliegt derzeit für Tochter Condor
Sitzplätze 245
Reichweite* 10.550 km

 

 


Airbus A330-300
Anzahl 10 + 5 bestellt
Sitzplätze 221
Reichweite* 10.000 km ab 2004


Airbus A330-200
Anzahl 2
Sitzplätze 230
Reichweite* 11.000 km ab 2002

 

 


Airbus A300-600
Anzahl 13
Sitzplätze 280
Reichweite* 3.900 km /die Älteste ist die Lindau/Bodensee von 1986


Airbus A321
Anzahl 26 + 15 bestellt
Sitzplätze 182
Reichweite* 4.200 km / die Älteste ist die Garmisch-Patenkirchen von 1994

 

 


Airbus A320
Anzahl 36 + 10 bestellt
Sitzplätze 150
Reichweite* 3.200 km/die Älteste ist die Buxtehude von 1989


Airbus A319
Anzahl 18 + 5 bestellt.
Sitzplätze 126
Reichweite* 3.400 km die Älteste ist die Frankfurt/O. von 1996

 

 


Boeing 737-300
Anzahl 33
Sitzplätze 123
Reichweite* 2.500 km/die Älteste ist die Neuss von 1986


Boeing 737-500
Anzahl 29
Sitzplätze 103
Reichweite* 2.500 km/die Älteste ist die D-ABIA von 1990

 

 


Avro RJ85
Anzahl 18
Sitzplätze 93
Reichweite* 2.400 km die Älteste ist die D-AVRO von 1994


CRJ700
Anzahl 20 + 12 bestellt
Sitzplätze 70
Reichweite* 2.400 km

 

 


CRJ100/200
Anzahl 34
Sitzplätze 50
Reichweite* 1.850 km

 

 

 


MD 11F
Anzahl 19
Ladekapazität 455 m³
Reichweite* 7.700 km

Reines Frachtflugzeug !

 

 

Die Zukunft der Lufthansa:

Sie schaut besser aus, als die der meisten Wettbewerber. Man hat einen immer noch guten Heimatmarkt, ein klasse Image und ist in der Star Alliance weltweit hervorragend aufgestellt. Die Billigflieger in Deutschland machen der Lufthansa weit weniger Probleme, als von den Analysten erwartet, da diese mehrheitlich neue Märkte, von Passagieren, denen fliegen bisher zu teuer war, erschließen. Mit Germanwings hat man sogar ein eigenes Eisen im Feuer. Auf den Europastrecken schaut es allerdings nicht ganz so gut aus. Vor allem das Air Berlin City Shuttle macht sich hier bemerkbar.             

Die Hauptbelastung ist derzeit die Flottenerneuerung. Die Planungen für die Regionalflotte, Kurz- sowie die der Langstrecke, sind abgeschlossen. Die Regionaljetentscheidung fiel am 7.12.2005 pro Bombardier CRJ 900 und gegen die brasilianische Embraer 170 Serie. Und das, obwohl die LH Wartung gerade erst einen Wartungsvertrag für den europäischen Markt abgeschlossen hat. Die Bestellung umfasst 12 Stück mit jeweils 84 Sitzen. Ausschlaggebend ist sicherlich auch die Tatsache, daß das kleinere Modell CRJ 700 bereits für die LH fliegt. Dafür werden allerdings kontinuierlich die CRJ 200 (50 Sitze) aus der Flotte genommen.

Bei der Langstreckenflotte werden die 747-400, von denen die ersten 1989 zur Flotte gestoßen sind, ab Sommer 2009 durch die bereits bestellten A380-800, bzw. 20 wurden bereits durch die A340-600 sowie durch deutlich kleinere Zweistrahler A330-300, ersetzt. Die Kapazitäten sind zwar größer bzw. kleiner als beim Jumbo - allerdings kann man so auch flexibler auf den Markt reagieren.

 

Noch nicht festgelegt hingegen wurde die Nachfolge der Großraum Mittelstreckenflotte. Wenn Sie sich fragen warum, genügt ein Blick auf die Flottenliste auf dieser Seite. Die ältesten Maschinen der A300-600 haben fast 20 Jahre auf dem Buckel ... .

Airbus und Boeing können sich hier gleichermaßen Hoffnung auf die Nachfolgeaufträge machen. Die Chancen stehen für Beide gut. Die Boeing 787, und der neue A350 gelten jetzt schon als nächste Generation des Flugzeugbaus, sparsamer und flexibler als alle derzeitigen midsize Großraumjets.  Die 787-300 ist jedoch derzeit noch effektiver, und erfüllt am optimalsten die Anforderungen eines deutlich effizienteren A300 Ersatzes. Die A350 ist schlichtweg zu groß.  Als Ersatz für die 737 und ältere A320 Modelle wurden, wie in der Flottenliste aufgezeigt, bereits 5 A319, 10 A320 sowie 15 A321 zur Lieferung ab 2007 bestellt, und Optionen für weitere 30 zu gleichen Konditionen gezeichnet. Auch diese Tatsache, und die Bestellung weiterer 5 A330-300, nährt den Versacht, das die 787-300 ab 2010 die A300 ersetzen werden.

Hoch anzurechnen ist dem Lufthansa Management die Geduld mit Airbus, in Bezug auf die Lieferung des A380 – bleibt zu Hoffen, das der Sturm auf der nächsten Aktionärsversammlung deshalb nicht zu heftig wird ... .

 

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