Warum
dauert ein Passagierwechsel so lange ?
Man stellt sich das
sicherlich einfach vor : Passagiere und Koffer raus, Putzen rein – dabei
auftanken und kurzer Technik check, neue Passagiere mit Gepäck wieder rein –
fertig. Denkste !
Was
ist mit der Verpflegung, den Duty Free Waren, was mit der Toilette und dem
Frischwasser ? Auch das Bordeigene, von den Triebwerken unabhängige aber teures
Kerosin schluckende Stromaggregat im Heck will bei Stops aus Kosten- und
Lärmgründen durch eine „Steckdose“ ersetzt werden.
Also geht das
„Gewusel“ rund um das Flugzeug bei einem Wechsel los. Boeing bietet dafür diese schöne Darstellung.
Zum einen ist da bei den
großen Flughäfen die Passagier Brücke, oder eben die Gangway wo dann zusätzlich
zu unserer Abbildung noch die Flughafenbusse warten würden. Das Air
Conditioning steht hier für die externe Stromversorgung. Schließlich verfügt
ein Flugzeug aus Platz und vor Allem Gewichtsgründen nicht über eine
entsprechend große Batterie ... . VLS ist der „Toilettenwagen“ der den
„Hygienetank“ ausleert. Das mit dem
Außenventil und den Haufen, die einem von Flugzeugen auf den Kopf fallen kann,
sind in der Tat nur Märchen aus tausend und einer Nacht !
Dann kommt der
Reinigungs Truck. Dies kann Hollywood like ein LKW mit Hubcontainer sein, aus
dem dort die Reinigungskräfte an die hintere Tür andocken – aber meist wird
dort eine Gangway angedockt, wo die Reinigungskräfte dann hochgehen.
Auf der rechten
Seite des Flugzeuges steht dann der Frischwasserwagen, sowie die Bänder zum
entladen der Frachträume. Und natürlich die berüchtigten Kofferwagen. Von der Seite, der Passagierentladung
abgewandt, erfolgt auch die Betankung des Flugzeugs.
Selbst in eine
verhältnismäßig kleine Boeing 737-700 passen gut SECHSUNDZWANZIGTAUSEND Liter
Kerosin !
Nun, auch für die
Verpflegung und sonstige Zuladung wie Zeitungen oder Verkaufswaren dockt ein Truck an eine der mindestens drei
Haupttüren an.
Wie man unschwer erkennen kann, ist eine Menge
zu tun, bei so einem kurzen Stop. Daher hat jedes Flugzeug am Flughafen einen
so genannten Ramp Manager zugeordnet. Er zeichnet sich nicht nur für die
Koordination der Leute und Fahrzeuge am Flugzeug aus, sondern Informiert die
Crew auch über den folgenden Flug, Wetter auf der Route etc. .
Wenn sie jetzt sagen
„toll der Job, das interessiert mich, dann surfen Sie doch einfach auf eine der
Flughafen Seiten vorbei, z.B. der vom Hamburger Flughafen, dort erfahren Sie mehr
über den Job – und über freie Stellen in diesem Bereich.